Studer A807 MkII – Audiokarte Revision – Teil 5

Wie bereits geschildert sollte – neben der Erweiterung um die VU-Meter Einheit – der Satz an Phillips Elko’s gegen Panasonic FC getauscht werden, da diese Kondensatoren tendenziell ihre Werte über die Jahre nicht halten.

Die Vorgehensweise ist klar: Die Audiokarte ausbauen, die Minuspole aller Kondensatoren mit einem Edding auf der Platinenoberseite markieren und STÜCK FÜR STÜCK ausbauen und ersetzen.
Die frühere Gewohnheit, alles in einem Rutsch auszulöten, habe ich beseite getan: zu hoch war die Fehlerqueote.
Die ‚Stück für Stück Strategie‘ ist immer die gleiche:
Bauteil entlöten – kurz mit bleihaltigen Lot verzinnen – Lötpad entlöten/freilegen – neues Bauteil setzen – verlöten – reinigen – mit dem SM noch einmal vergleichen.
NIEMALS AUS DEM KOPF BESTÜCKEN!! Das Gedächtnis ist da trügerisch….

Hier einige Bildeindrücke der Vorhensweise und ein Bemerkung:
auf dieser Karte sind die Einzelpads empfindlich. Weder zu heiss entlöten, noch mechanische Druck auslösen – das mögen sie nicht!

Arbeit mit Lötzinn, Entlötlitze, Ohm-Meter/Multimeter…
links vom Kühlblech alles getauscht, oben die alten Phillips

 

…rechte Seite getauscht – und bei der Kontrolle tatsächlich ein ‚Dreher‘ (Koppel-C)
Studer A807 Audiokarte Revision
Rückbau in die Maschine – alles chic und aufgeräumt
….der Ausbauberg wächst, 27 Elko’s pro Audiokarte

Bei der nachfolgenden Messung von Sollwerten, Ausgangspegel etc. zeigt sich der Lohn dieser mühsamen Arbeit: es passt alles wieder.

Die Audiokarte ist recht gutmütig, wenn man sich Zeit nimmt und konzentriert arbeitet. Was unbedingt sein sollte: immer eine blitzesaubere Lötspitze, damit der Wärmeübergang optimal ist.

Weiter geht es mit Teil 6: Komplettaufbau, Einmessung, VU Abgleich

Visited 36 times, 1 visit(s) today