Wie soll ich dieses heikle Thema beginnen? Der Lautsprecher bildet das Ende der Kette und ist ein ausserordentlich kritischer Zeitgenosse.

In Zusammenhang mit der Grösse des Raums und der herrschenden Raumakustik ist er das entscheidende Bindeglied zum menschlichen Ohr.
Eigentlich sollte er etwas genauer Schallwandler heissen.
Die elektrische Energie des Endverstärkers (bis zu 40V in meiner Anlage) wird im Schallwandler in Schallenergie gewandelt, die im menschlichen Ohr einen möglichst authentischen Eindruck der Originalaufnahme erzeugen soll.

Und hier beginnt das Problem:
wie soll ein Orchester, das im echten Leben auf einer Bühnebreite von manchmal mehr als 50 Metern aufgestellt ist, mit einem Schallwandler wiedergegeben werden, der in einem raum von 4 Meter Breite steht (so gross ist mein Hörraum)?

Unzählige Generationen von Technikern haben versucht, das Problem beherrschbar zu machen.

Für mich gilt hier der Satz: "Probieren geht über studieren". Der Schallwandler am Platz A kann phänomenal gut klingen und am Platz B bereits weniger gut bis schlecht.
Sie glaubene es nicht?
Probieren Sie es mal aus!!

Auf der Suche nach dem - für mich!!! - idealen Schallwandler habe ich einiges an Frustration und Negativerleben durchgemacht.
Sei es der klassische 2 Wege Lautsprecher, das Mehrwegesystem, Hörner,.... nie gefiel es meinen Ohren so richtig gut.
Schlüsselerlebnis war das Hören der Anlage eines guten Freundes:

2 Paare eines Elektrostaten übereinander getürmt plus ein sogenannter Ripol bildeten einen Schallteppich, der seines gleichen suchte.
Erstmals hatte ich den Eindruck real im Konzert zu sitzen.

Ähnlich ging es mir wenig später mit den sogenannten Greencones am Ende einer Röhrenkette (2016).
Aber das ist noch mal eine ganz besondere Geschichte.

Aber auch das war nur die Vorstufe zu einem kombinierten Horn - Ripol System (2018)