Obgleich es eigentlich um ‚Vintage‚ geht, verschliesst sich der Auto nicht den modernen Musikmedien (ausser online streaming).
Wäre es da nicht naheliegend, ‚vintage-PC’s‘ zu einem weiteren Leben zu erwecken?

Am Beispiel eines Macmini® als hochwertiger Streamer soll dies nachfolgend demonstriert werden.
Hochwertig, da auf den Macmini ein eigenes Betriebssystem installiert wird, dass nur die notwendigen kernelmodule verwendet, um hochwertig und audiophil wiederzugeben. Alles, was NICHT zur Wiedergabe dient, wird deaktiviert – der macmini fokussiert sich ausschliesslich auf Medienwiedergabe!
Einleitung
Streaming aus vorhandenen Musikquellen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Soll die eigene CD Sammlung ‚gesichert werden‘, da die CD eine BEGRENZTE Lebensdauer hat, so stellt sich die Fage, wie denn nun die gesicherten Daten verwendet werden können.
Dazu braucht es einerseits ein Gerät, dass die Daten verarbeitet – den Streamer – und ein Gerät, dass die so erzeugten Daten wandelt – der DAC.
Moderne Geräte dieser Gattung verschlingen gerne 4 stellige Beträge, obwohl es mit etwas Ideenreichtum auch anders geht, und das Alles viel kostengünstiger.
Der Beitrag widmet sich dem Streamer, der aus einem alten machmini 2011 aufgebaut wird.
Schritt 1 – Sicherung der eigenen CD Sammlung
Zu diesem Zwecke kommt das Programm dbpoweramp® zum Einsatz, dass mittels CD Laufwerk am Mac (oder PC) elegant und in hoher Qualität die Musikdaten auf eine externe Festplatte – hier am Mac – sichert.
Es können Kategorien voreingestellt werden (Jazz, Pop, Klassik, …..), und so automatisiert eine Verzeichnisstruktur nach eigenem gusto angelegt werden. Mehr auf der dbpoweramp Seite.
Der Autor verwendet flac in hoher Auflösung (level)
Die so erzeugte Platte (und das muss keine SSD sein!), wird im Netzwerk über einen Dienst – z.B. das einmal kostenpflichtige minimserver© – bereitgestellt, und kann von überall zugegriffen werden.
Der zweite Weg wäre das Sichern auf eine externe USB Platte im Fat32 Format, die DIREKT am späteren streamer angeschlossen wird.
Dieser Weg wird genauer beschrieben.
Schritt 2 – Macmini finden
Der Author rät zur Suche über Kleinanzeigen und in erreichbarer Nähe.
Der Macmini als Streamer darf gerne älter sein, alle Gerät zwischen 2008 und 2016 funktionieren mit der nachfolgenden Einrichtprozedur einwandfrei. Der Preis sollte deutlich unter 100€ liegen!!
Durch die Nähe zum Verkäufer kann das Gerät vor Ort getestet werden und auch erst dann gekauft werden. Kein Versand, sei er noch so attraktiv!
Die interne Platte darf ‚klein‘ sein (gerne unter 256GB), bereits 4 GB RAM reichen, um einen audiophilen streamer zu bauen.
Schritt 3 – Volumio installieren
Hier sollte die von der volumio-community empfohlene Installationsmethode verwendet werden.
– download Volumio
Dieser kann aus der offiziellen Quelle erfolgen. Nicht wundern, wenn er für einen Raspi Pi vorgesehen ist. ‚Volumio-4.119-2026-03-24-x86_amd64.zip‘ lautet zum Zeitpunkt der Blogerstellung das aktuelle Abbild.
Auf dem Mac wird nun mit ‚Balena etcher® dieses Abbild auf einen USB-Stick (NICHT Mikro-USB-Karte!!!) kopiert.
Nach dem prüfen und Auswerfen des fertigen Stick wird er am Macmini angesteckt und beim Start die ‚alt‚-Taste gehalten. Damit kann die Bootreihenfolge des Mac geändert werden,und der Zugriff auf den EFI.Stick erfolgen.
Wichtig:
zuvor den Mac für die Installation 1 x mit Netzwerkkabel ins Heimnetz einbinden. Das wird später nicht mehr benötigt.
– Ersteinrichtung
Und nun wird es unübersichtlich, da die Bildschirmdarstellung verwirrt, sofern der neu erworbene Mac an einem Bildschirm hängt.
Nach dem Start erscheint nach einigen Sekunden die erste Meldungszeile wie in einem terminal, dann noch weitere 2 Zeilen, und dann tut sich scheinbar nichts mehr. !!Hier ganz ruhig bleiben!!
Nach 2 -3 Minuten Abwarten einen Blick in der Router (Fritzbox) oder ein Netzwerktool (LanScan©) und die IP-Adresse der nun bereits unsichtbar laufenden Volumio-Instanz ermitteln.
Web-Frontend und erste Schritte
In einem Browser und Computer der Wahl folgenden Befehl absetzen: http://xxx.xxx.xxx.xxx , wobei die zuvor ermittelte IP-Adresse eingesetzt wird ( es sollte auch der browserbefehl http://volumio.local funktionieren).
Lief alles korrekt, öffnet sich mit kurzer Verzögerung der eingebettete Webbrowser des Volumio.
Nun als erstes das Volumio auf die interne Platte des Mac installieren.
Oben links das Hauptmenü öffnen:
Auf System klicken:

…und auf das interne LW kopieren.
Danach erfolgt ein Neustart!
Sinnvolle Zusatzeinstellungen:
SSH aktivieren:
Dazu wird der Aufruf des webbackend erweitert:
http://xxx.xxx.xxx.xxx/dev
Anschliessend in dem Aufruf den Punkt SSH AKTIVIEREN
Vorbereitungen für den Anschluss eines externen Datenträgers mit Musikdaten:
Zunächst werden die Daten auf eine Platte kopiert, die im exFat Modus mit bootloader unter dem Festplattendienstprogramm erstellt wurde.
Jetzt kommt das Terminal mit der vorbereiteten SSH verbindung zum Zug!
Im Terminal dolgendes eingeben: ssh volumio@xxx.xxx.xxx.xxx
Wenn SSH freigegeben wurde, fragt volumio nach, ob die Verbindung übernommen werden soll. Mit ‚yes‘ bestätigen und das passwort ‚volumio‘ eingeben (oder umgekehrte Reihenfolge).
Ist man nun auf der Terminalebene des Volumiorechners gelandet, folgende Befehle absetzen:
sudo apt-get update
diskutil -list (Anzeige der Laufwerke, wobei das externe Laufwerk sdb1 heissen wird)
sudo apt-get install exfatprogs (damit wird ein erforderliches Zusatztool installiert
sudo umount /dev/sdb1 (falls die externe Platte gemountet war)
sudo exfatlabel /dev/sdb1 issd (damit bekommt die externe Platte eine „Erkennungsmarke“
Nun volumio neu starten und etwas Geduld.

Der Neustartbutton ist ganz unten!!
Grundeinstellungen:
ohne ins Detail zu gehen, sollten noch folgende Einstellungen vorgenommen werden:
– Netzwerkeinstellungen und Aktivieren des WLAN.
Dabei eine fixe IP Adresse nach eigener Wahl verwenden
– Wiedergabe: sollte der Volumiomac bereits an einem DAC angeschlossen sein, diesen dort auswählen
– Musik:
gleich in der ersten Zeile auf neu Einlesen gehen, dann wird die zuvor vorbereitete Platte eingelesen
– Quellen:
sollte statt dessen über das WLAN gestreamt werden, einmalig das Netzlaufwerk hinzufügen
– plugins:
falls noch nicht bei Volumio angemeldet, dies nachholen.
Dann steht eine grosse Zahl sinnvoller – meist kostenfreier – mächtiger tools zur Verfügung, z.B. ein DSP gestützter Equalizer.
Fazit
Mittels Handy, iPad oder Rechner lasst sich nun elegant in der eigenen Sammlung streamen, vor allem wenn die sorgfältig gepflegte App aus dem entsprechenden store hierzu heruntergeladen wird.

Nach etwas Einarbeitungszeit weiss man, welchen Button man nutzen muss.
Über eine T+A Streamer, eine RME ADI2, oder FiiO 13 R2R klappt es hervorragend. Gerade mit letztgenannten hat man eine recht günstige Gesamtkostenaufstellung unter 400€.
Der grosse Vorteil gegenüber einem Raspberry ist m.E. die bessere WLAN-Leistung und Stabilität des Macmini und sein unhörbarer Lauf. Der Lüfter springt NICHT an!!